Philosophie

Bereits das kleine Kind ist eine eigenständige Persönlichkeit und weist viele Kompetenzen auf, die uns Erwachsenen häufig nicht bewusst sind. Sie sind kleine Forscher mit vielen Fragen, die durch das Spielen, Bewegen und Ausprobieren die Welt und sich entdecken und kennen lernen. Das Kind liebt es von Natur aus, sich frei und spontan zu bewegen. Auch die Spielentwicklung gestaltet sich individuell. Das Kleinkind wählt von sich aus, mit was es spielen und wie lange es damit spielen möchte. Dies setzt voraus, dass ich als erwachsene Person nicht ständig in das Spiel eingreife oder gar versuche das Kleinkind zu animieren. Auch beim Werken möchte ich vor allem das freie, kreative Arbeiten in den Vordergrund stellen. Nicht einzig das Ergebnis zählt, sondern vor allem die verschiedenen Sinneserfahrungen mit den unterschiedlichsten Materialien.

Es ist mir wichtig, dem Kind auf Augenhöhe, mit Respekt, Geduld und viel Einfühlungsvermögen zu begegnen. Es soll erfahren, dass es wertvoll und wichtig ist und seine Wünsche berechtigt sind. Die Bedürfnisse des Kindes werden wahrgenommen und soweit wie möglich erfüllt.

Durch den Einstieg in die Spielgruppe macht das Kind oftmals die erste Erfahrung, sich von den Eltern lösen zu können und erste Kontakte in einer grösseren, ausserfamiliären Gruppe zu sammeln. Das Loslassen stellt oft für alle Beteiligten eine Herausforderung dar. Darum braucht es eine sorgfältige und individuelle Eingewöhnungszeit. So ermöglichen wir dem Kind eine freie Spiel-, Bewegungs- und Lernentwicklung in der Spielgruppe.

In der Kindervilla Rosenrot bringe ich unter anderem pädagogische Grundlagen der ungarischen Kinderärztin Emmi Pikler, des dänischen Familientherapeuten Jesper Juul und der italienischen Reformpädagogin Maria Montessori ein.